Es gibt eine Vielzahl von Powerbanks: Welches Gerät das optimale für Sie ist, erfahren Sie im folgenden Beitrag

Letzte Bearbeitung vor 5 Monaten

Das Handy ist für viele wohl neben dem Geldbeutel eines der wichtigsten Gegenstände, die sie unterwegs bei sich tragen. Leider lässt sich mit dem Smartphone aber weder ein Anruf tätigen, eine Nachricht verschicken oder ein Schnappschuss machen, wenn der Akku leer ist. Um diese Probleme mit dem Akku zu verhindern, nutzen immer mehr Menschen sogenannte Powerbanks. Was Sie sich darunter vorstellen können, wie sie funktionieren und welches Gerät das optimale für Sie ist, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Was sind Powerbanks?

Eine Powerbank, von einigen auch Powerpack genannt, ist ein tragbarer Akku, der es erlaubt, das Handy auch von unterwegs aus aufzuladen. Dafür wird die Powerbank zunächst an einer Steckdose aufgeladen. Anschließend kann sie überall mit hingenommen werden - vorzugsweise dorthin, wo keine Steckdosen vorhanden sind. Sollte der Handy-Akku Probleme machen, kann die Powerbank angeschlossen werden und das Gerät mit neuem Strom versorgen.

Natürlich eignen sich Powerbanks nicht nur für den Betrieb von Handys und Smartphones. Auch Tablets, GPS-Geräte und MP3-Player sowie in einigen Fällen auch Digitalkameras, Notebooks und sogar Drohnen lassen sich mit dem passenden Powerpack mühelos aufladen. Letztendlich eignen sich die Akkus für jedes Gerät, das über einen Mini- oder Micro-USB-Anschluss verfügt. Selten lassen sich Powerbanks finden, die auch über ganz spezielle Anschlüsse verfügen.

Wie funktionieren tragbare Ladegeräte?

Die grundlegenden Bestandteile jeder Powerbank sind:

  1. ein Akku
  2. das Gehäuse
  3. ein Ladeeingang
  4. ein USB-Anschluss
  5. eine Lade- und Entlade-Steuerung

All diese Teile machen die Funktionstüchtigkeit des tragbaren Akkus erst möglich. Wird der Ladeeingang (Input) der Powerbank mittels eines Kabels an eine Stromquelle, etwa an eine Steckdose, angeschlossen, speichert sich die einströmende Energie im Akku. Hierbei kann es sich um einen Lithium-Ionen- sowie um einen Lithium-Polymer-Akku handeln. Der Lithium-Ionen-Akku kommt in den meisten Smartphones zum Einsatz. Er ist nur wenig anfällig gegen äußere Einwirkungen und extreme Temperaturen. Anders ist das beim Lithium-Polymer-Akku. Er ist deutlich empfindlicher, zeichnet sich dagegen jedoch durch ein leichteres Gewicht und eine größere Anzahl an Ladezyklen aus.

Ist die Aufladung abgeschlossen, kann das Aufladekabel aus dem Ladeeingang entfernt werden. Nun ist das Gerät einsatzbereit, wenn Strom benötigt wird. Dank des robusten Gehäuses sind alle Elemente im Inneren der Powerbank von äußeren Einflüssen geschützt. Insofern muss das Gerät nicht all zu sorgsam behandelt werden.

Sobald ein leerer Akku vorliegt, kann in den USB-Anschluss (Output) ein passendes USB-Kabel gesteckt werden. An das andere Ende des Kabels wird nun das stromlose Gerät angeschlossen. In einigen Fällen muss nun nur noch ein Power-Knopf gedrückt werden und schon beginnt die Powerbank, das angeschlossene Gerät zu laden. Damit es weder beim Laden der Powerbank, noch beim Aufladen des Handys zu Kurzschlüssen oder Überladungen kommt, verfügen hochwertige Akkus über eine Lade- und Entlade-Steuerung.

Welche Powerbanks gibt es?

Wer Powerbanks nur vom Hören-Sagen kennt, der stellt sich darunter natürlich eine herkömmliche USB-Powerbank vor, die an der Steckdose geladen wird. Allerdings funktionieren nicht alle tragbaren Akkus nach diesem Prinzip. Welche das sind und wie sie funktionieren, erfahren Sie nun.

Powerbank für die Steckdose

Die Powerbank für die Steckdose ist der Klassiker unter den tragbaren Akkus. Sie wird einfach an die Steckdose angeschlossen und lädt sich so in wenigen Stunden vollständig auf. Unterwegs können Sie sich dann vollkommen sicher sein, dass Sie auch genug Energie für Ihr Smartphone dabei haben.

Powerbank mit Solar

Die Solar-Powerbank nutzt hingegen die Energie der Sonne. Sie verfügt auf ihrer Oberseite über Solarzellen, die das Powerpack bei voller Sonneneinstrahlung mit Strom versorgen. Hier handelt es sich natürlich um eine deutlich umweltfreundlichere Lösung, als bei der Powerbank für die Steckdose. Hinzu kommt, dass Sie gleichzeitig auch Strom und damit bares Geld einsparen können.

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Outdoor Powerbank

Wenn Sie viel in der freien Natur unterwegs sind, sei es nun zum Wandern, zum Biken oder im Urlaub am Strand, wird die Powerbank stark beansprucht werden. Stöße, Staub und Wasser machen ihr zu schaffen und können im schlimmsten Fall für einen Defekt bei herkömmlichen Powerbanks führen. Um das zu vermeiden, gibt es spezielle Powerpacks für den Outdoor-Einsatz. Sie sind deutlich robuster und verfügen in der Regel über einen effektiven Gummischutz.

Dynamo-Ladegerät

Die Dynamo-Powerbank eignet sich für Sie nur dann, wenn Sie viel mit dem Fahrrad unterwegs sind. Der an Ihrem Bike verbaute Dynamo ist nämlich durchaus in der Lage, ein Powerpack aufzuladen. Die Powerbank muss dafür jedoch geeignet sein, die durch das Fahrrad erzeugte Energie umzuwandeln. Deshalb wird hier ein spezielles Dynamo-Ladegerät nötig.

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Powercase

Das Powercase ist eigentlich nur eine Abwandlung des herkömmlichen Powerpacks für die Steckdose. Allerdings ist es deutlich kleiner und versorgt das Handy somit auch mit weniger Strom. Der Vorteil: Das Powercase ist direkt in der Handy-Schutzhülle integriert. So verläuft die Aufladung ganz nebenbei und Sie müssen sich keine Gedanken um ein geeignetes USB-Kabel machen, um das Handy an die Powerbank zu schließen.

Die Leistung / Kapazität

Ein gravierender Unterschied zwischen den einzelnen Powerbanks besteht darüber hinaus in der Kapazität ihres Akkus. Diese legt fest, wie viel Energie letztendlich gespeichert werden kann. Angegeben wird die entsprechende Leistung IMMER in Milliampere-Stunden (mAh) und kann meist sowohl direkt auf der Powerbank, als auch im Handbuch nachgeschlagen werden. Unterschieden wird bei den Geräten mit unterschiedlicher Leistung grundsätzlich zwischen:

  1. Mini-Powerbank
  2. mittelgroße Powerbank
  3. extra große Powerbank

Unter die Bezeichnung "Mini-Powerbank" fallen grundsätzlich alle Powerbanks, deren Kapazität bei maximal 1.000 Milliampere-Stunden liegt. Bei den mittelgroßen Exemplaren wird hingegen von einer Leistung zwischen 1.000 und 30.000 Milliampere-Stunden ausgegangen, während die extra großen Powerbanks durchaus auch mehr als 30.000 Milliampere-Stunden einbringen können.

Die Frage, die sich Ihnen nun vermutlich stellt, ist: welche Kapazität benötige ich für meine Powerbank? Das hängt stark davon ab, welche Kapazität Ihr Smartphone-, Handy- oder Notebook-Akku hat. Hinzu kommt die Regel, dass die Powerbank niemals vollständig entleert werden sollte. Eine Entladung sollte daher bis zu einem minimalen Akku-Stand von 20 bis 30 Prozent erfolgen. Weiterhin muss auch die Energie von der Kapazität abgezogen werden, die die Powerbank in Form von Wärme abgibt. Insofern werden bei der Berechnung für die ideale Kapazität lediglich 70 Prozent berücksichtigt. Nur so erhalten Sie auch ein praxisnahes und letztlich zufriedenstellendes Ergebnis.

Beispiel: Ihr Smartphone hat eine Akku-Kapazität von 2.200 Milliampere-Stunden. Ihre Powerbank muss daher mindestens 2.800 Milliampere-Stunden leisten können. Das ergibt sich aus folgender Rechnung:

2.200 mAh x 1,3 = 2.860 mAh

Die Ladevorgänge

Mit einem entsprechend großem Powerpack können Sie pro Aufladung gleich mehrere Ladevorgänge für das Smartphone erzielen. Angenommen Sie haben sich für eine mittelgroße Powerbank für die Steckdose entschieden, deren Kapazität 20.000 Milliampere-Stunden umfasst. Ihr Handy selbst hat (wie im Beispiel zuvor) eine Kapazität von 2.200 Milliampere-Stunden. Nun kommt folgende Formel zum Einsatz:

(Kapazität Powerbank x 0,7) / Kapazität Handy = Anzahl der möglichen Ladevorgänge

Im Beispiel würde das also heißen:

(20.000 mAh x 0,7) / 2.200 mAh ~ 6,4 Ladungen

Somit können Sie Ihr Handy also mindestens sechsmal vollständig aufladen.

Dennoch sollten Sie bedenken, dass es auch äußere Einflüsse gibt, die die Aufladeleistung und damit die Anzahl der Ladevorgänge beeinträchtigen können. Zu diesen Faktoren zählen neben der Außentemperatur und der Akku-Temperatur auch das Alter der Powerbank und der aktuell vorhandene Ladezustand.

Ladegeschwindigkeit

Für viele mag es wichtig sein, dass die Powerbank, nachdem sie vollständig entladen ist, so schnell wie möglich wieder einsatzbereit ist. Als Verbraucher lässt sich diese Ladegeschwindigkeit an der Ausgangs-Stromstärke erkennen. Sie beschreibt die Menge der elektrischen Ladungsträger, die dem Akku in einer festgelegten Zeit zugeführt werden. Angegeben wird die Ausgangs-Stromstärke in Ampere (A). Grundsätzlich gilt: umso höher die Stromstärke der Powerbank, desto schneller ist diese auch wieder aufgeladen. Umso niedriger die Stromstärke, desto länger benötigt der Akku zum Laden.

Sollte Ihnen auffallen, dass die Ausgangs-Stromstärke der Powerbank und Ihres Handys nicht übereinstimmen, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Ihr leerer Akku wird sich nur die Energie nehmen, die er benötigt.

Anders ist das bei der sogenannten Ausgangs-Spannung. Sie wird in Volt (V) angegeben und beschreibt die Stärke, mit der die elektrischen Ladungsträger in die Powerbank geführt werden. Stimmt die Ausgangs-Spannung nicht mit der Eingangs-Spannung überein, kann es zu einer Abschaltung des Ladebeziehungsweise Entladestroms kommen.

Selbstentladung

Bei den tragbaren Akkus sollten Sie auch die Selbstentladung beachten. Leider geben Hersteller hier nur selten verlässliche Werte an. Der Begriff "Selbstentladung" steht für die Lademenge, die ein Akku in einem bestimmten Zeitraum, in dem er nicht genutzt wird, verliert. So wird der Akku schnell leer. Bei den meisten Geräten werden Sie von einer Entladung zwischen zwei und fünf Prozent rechnen können. Ältere und weniger qualitative Powerbanks können hingegen eine Entladung von 15 oder mehr Prozent aufweisen. Liegt die Powerbank also mehrere Wochen halb geladen herum, kann die Folge eine leerer Akku sein.

Größe und Gewicht

Der Sinn Ihrer Powerbank ist natürlich, dass Sie sie mit sich herumtragen können, wenn Sie nicht zu Hause sind. Insofern spielt das Gewicht und die Größe des Geräts eine entscheidende Rolle. Allerdings müssen Sie sich bewusst sein, dass kleine Modelle in der Regel auch eine geringere Kapazität aufweisen, als große und schwere Packs. Benötigen Sie unterwegs nur wenig Strom und möchten Sie die Powerbank in Ihre Hosentasche stecken können, gibt es besonders kleine und schmale Modelle. Tragen Sie hingegen einen Rucksack oder eine Handtasche mit sich herum, kann es auch durchaus ein größeres Modell sein.

Anzahl der Anschlüsse

Die klassische Powerbank verfügt über einen Anschluss zum Aufladen des externen Akkus und über einen weiteren zum Entladen beziehungsweise zum Aufladen des Endgeräts. Vielleicht nutzen Sie in Ihrer Freizeit aber nicht nur Ihr Smartphone, sondern auch eine Digitalkamera, ein Tablet oder ein Notebook. Nun wäre es natürlich wenig sinnvoll, für jedes Gerät eine passende Powerbank zu kaufen. Abhilfe schaffen hier externe Akkus, die über mehrere USB-Steckplätze verfügen. Besonders die großen Packs verfügen meist über zwei bis drei dieser Anschlüsse.

In einigen Fällen kann es allerdings sein, dass die Powerbank die angeschlossenen Geräte nicht gleichzeitig, sondern nacheinander auflädt.

Ladestandanzeige

Besonders die hochwertigen tragbaren Akkus verfügen über eine Ladestandanzeige. Sie wird nicht zwingend benötigt, kann aber durchaus sinnvoll sein. Hier zeigt ein simples Kontroll-LED, mehrfarbige LEDs oder gar eine digitale Anzeige an, wie viel Energie im Powerpack noch enthalten ist.

Fazit

Powerbanks sind im Alltag sehr nützlich. Sie verhindern, dass das Smartphone schon nachmittags seinen Geist aufgibt, dass der Laptop abstürzt, wenn Sie gerade ein wichtiges Dokument schreiben oder die Digitalkamera nicht mehr an geht, wenn Sie schöne Momente mit Ihrer Familie festhalten möchten. Bevor Sie nun das Problem "Leerer Akku" in die Hand nehmen und in den nächsten Elektromarkt stürmen und eine x-beliebige Powerbank kaufen, sollten Sie sich Gedanken über die Ansprüche machen, die Sie an das Gerät stellen. So finden Sie das optimale Powerpack für sich und können sich viele Jahre an seiner Leistung erfreuen.

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